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Namenskonventionen Herrscher

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Bei Herrschernamen kann es schwierig werden, da hier auch Fachpublikationen sich nicht immer einig sind. Um unnötige Konflikte zu vermeiden, werden in Wikiweise gleichlautende Herrschernamen (z. B. Heinrich II.) mit einem klärenden Zusatz in Doppelklammern versehen. Dies ist gewöhnlich die Angabe des Landes, das er/sie beherrscht hat.

Beispiele: Heinrich II. ((Bayern)), Heinrich II. ((Frankreich))

Also nicht etwa »Heinrich der Bayer« oder »Heinrich II. von Frankreich«

Im Artikelanfang (Artikelstartsequenz) stehen jedoch stets die üblicherweise im wissenschaftl. Kontext genutzten Bezeichnung(en) der Personen, sie werden über Alternativbezeichner in die Indizierung aufgenommen werden, etwa: »Index-AT:Heinrich II. von Frankreich«, »Index-AL:Heinrich der Heilige« etc.

Überflüssig sind diese Klammerzusätze, wenn keinerlei Verwechslungsgefahr besteht, z. B. bei »Alexander der Große«, dem Sonnenkönig »Ludwig XIV.«, »Katharina II.« oder dem schwed. König »Carl XVI. Gustav«.

Sonderfall für die Herrscher des heiligen römischen Reiches

Als Zusatz für den römisch-deutschen König, der das Oberhaupt des Heiligen Römischen Reiches war, wird – wenn er es nicht bis zum Kaiser schaffte – der Klammerzusatz „HRR“ verwandt.

Beispiel: Rudolf I. ((HRR))

Der Kaisertitel, der zuerst das Oberhaupt der gesamten Christenheit bezeichnete, aber ab dem 15. Jahrhundert synonym mit dem römisch-deutschen Oberhaupt gebraucht wurde, wird bei den entsprechenden Personen durch den Zusatz ((Kaiser)) deutlich gemacht.

Beispiele: Heinrich II. ((Kaiser)), Friedrich II. ((Kaiser))

Also nicht etwa »Heinrich der Heilige« für Kaiser Heinrich II.

Höchster Rang entscheidet

Hat man einem Herrscher im Laufe seiner Karriere verschiedene Namenszusätze beigelegt, wird der höchstrangige herangezogen. So ist der Habsburger Herzog Friedrich, der von 1415–1493 gelebt hat, sowohl als »Herzog Friedrich V. von Steiermark«, als deutscher »König Friedrich IV.« und schließlich als »Kaiser Friedrich III.« des Hl. Röm. Reiches bekannt geworden; der diesbezügliche Artikel bekam daher die Bezeichnung Friedrich III. ((Kaiser)).

Sonderfall Päpste

Bei Päpsten bildet grundsätzlich der Papstname allein den Artikelbezeichner; also nur »Gregor VI.« und nicht »Papst Gregor VI.« oder gar »Gregor VI. ((Papst))«.

Ausnahme 1: bei Gegenpäpsten muss unterschieden werden: »Johannes XXIII. ((Papst))« bzw. »Johannes XXIII. ((Gegenpapst))«

Ausnahme 2: manche Päpste hatten gleichnamige Namensvettern unter den byzantin. Kaisern; daher »Leo II. ((Papst))« bzw. »Leo II. ((Byzanz))«.

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