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Nationalsozialismus

Artikel #825, »Nationalsozialismus«, geschrieben von: B. Brockhorst (60 %) , Thomas Koenig (21 %) , Ulrich Fuchs (15 %) , Markus Schweiß(Red.) (2 %) et al.

Nationalsozialismus, politische Ideologie, die die Förderung der völkisch definierten Nation als oberstes Gemeinziel politischen Handelns sieht.

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In Deutschland, ab 1938 auch in Österreich, war der Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 unter dem Regime von Adolf Hitler Staatsideologie (zu dieser Epoche der dt. Geschichte sh. Nationalsozialistische Diktatur)

Der Nationalsozialismus ist allem voran eine strikte Ablehnung von Demokratie und die Hinwendung zum Totalitarismus und zum Führerprinzip (→Faschismus) gekennzeichnet. Von Anbeginn spielte der Militarismus eine bedeutende Rolle, mit der NSDAP gehörten die Uniformen verschiedener Kampfverbände sozusagen zum Straßenbild. Oberstes Ideal ist das "Völkische" der deutschen Nation. Die "Blut und Boden"-Gemeinschaft musste von anderen Völkern abgegrenzt sein, Ängste gegen den Leninismus (nat. Terminologie: "Bolschewismus"), die proletarische Diktatur der Sowjetunion wurden geschürt, zugleich enthielt die völk. Ideologie imperialistische Züge: Die Deutschen als Volk ohne Raum müssten sich neuen Lebensraum notfalls mit Gewalt erschließen, um überleben und prosperieren zu können. Ein wesentl. Merkmal des Nationalsozialismus war auch das "Herrenrasse-Denken", das dem ohnehin latent vorhandenen Rassismus und insbesondere Antisemitismus eine pseudowissenschaftl. Grundlage anbot. Insbesondere Juden, aber auch Sinti und Roma, Homosexuelle und politisch Andersdenkende, deren Entrechtung die Enteignung, Deportation und Ermordung in den Konzentrations- und Vernichtungslagern folgte, waren Opfer des natizonalsozialistischen Regimes. Aus dem "Herrenrasse-Denken" heraus entstanden unter dem durchaus offiziell benutzten Wort "Rassenhygiene" die Euthanasie- und Eugenikprogramme der Nationalsozialisten ("unnütze Esser", "lebensunwertes Leben").

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