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Massenmedien

Artikel #5655, »Massenmedien«, geschrieben von: B. Brockhorst(Red.) (95 %) et al.

Audiomedien

Die früheste Form gespeicherter Töne findet sich in den Notenrolle, gestanzte Lochbänder, die auf mechanischem Wege Jahrmarktsorgeln und speziell ausgerüstete Klaviere zum Erklingen brachten. Einige Komponisten des ausklingenden Jahrhunderts (so z. B. Claude Debussy, Maurice Ravel, Camille Saint-Saëns, Alexander Skrjabin) haben auf Reproduktionsklavieren eigene Werke auf Klavierrollen eingespielt. Inzwischen auf Compact Disk gebracht sind sie wertvolles Zeugnis aus einer Zeit, in der die Entwicklung der Tonaufzeichnung noch in den Kinderschuhen steckte.

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Erste Aufzeichnungen von Schall auf einer Art "Schallplatte" gelang Thomas Alva Edison mit dem Phonograph 1877 (die Aufzeichnungen waren zwar beständig, blieben aber Unikate, weil nicht zu vervielfältigen). Dieser Entwicklung folgte bald 1888 das Grammophon, auch diese Aufzeichnungen sämtlich Unikate. Die Schallplatte als dauerhafter und reproduzierbarer Tonträger kam allmählich Anfang des 20. Jhdts. und wurde bald zu einem populären Mittel, vornehmlich Musik dauerhaft zu speichern und wiedergeben zu können.

Neben der Schallplatte entwickelte sich als weiteres Audio-Medium ab den 1930ern das Tonband, ein auf eine Spule gewickeltes Magnetband, dessen Inhalt über eine technische Vorrichtung abgetastet, dabei hörbar gemacht und schließlich auf einer leeren Spule wieder aufgewickelt wurde. Die Weiterentwicklung dieses Prinzips ist die Audio-Kassette (ab der 1960er Jahre). Die Compakt Disk löste in den 1980ern allmählich die Schallplatte ab. Mit dem MP3-Player schließlich steht seit Ende der 1990er Jahre ein Speichermedium für Audio-Dateien zur Verfügung, das sich wegen seiner Robustheit und Handlichkeit großer Beliebheit erfreut. Die Weiterentwicklung (hin zur Speicherung von audio-visuellen Dateien) ist der Portable Media Player (PMP).

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