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Maschinenbau

Artikel #2160, »Maschinenbau«, geschrieben von: Ulrich Fuchs(Red.) (60 %) , Markus Schweiß (39 %)

Abbildung: Waelzlager01.jpg

Wälzlager und hydraulischer Drehmomentwandler als typische Produkte des Maschinenbaus

Maschinenbau, Ingenieurwissenschaft, die sich mit der Konstruktion und Fertigung von Maschinen, Apparaten und Anlagen sowie der hierzu nötigen Grundlagenforschung, insbesondere in den Bereichen Physik, Mechanik und Strömungsmechanik, Chemie, Thermodynamik und Werkstofftechnik befasst; im weiteren Sinn auch Spartenbezeichnung für die in diesem Bereich tätige Industrie.

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Der Maschinenbau als Ingenieurswissenschaft entwickelte sich im ausgehenden 18. Jh. Selbstverständlich waren Maschinen schon vorher im Einsatz. Doch die Beschäftigung mit ihnen war eher stark handwerklich geprägt, oder sie war Betätigungsfeld von Personen, die sich sehr stark generalistisch betätigten, die eben nicht nur Maschinenbauer, sondern auch Baumeister, Astronomen etc. waren. Erst mit der Entstehung der wissenschaftl. betriebenen Physik und der Experimentierfreudigkeit Ende des 18. Jh. entstanden die ersten praktischen Anwendungen von zuvor aus naturwissenschaftl. Überlegungen gewonnen Erkenntnissen. Speziell ist hier die Entwicklung der Dampfmaschine durch Thomas Savery und Thomas Newcomen auf Basis der Arbeiten von Denis Papin zu erwähnen, der 1690 erstmals einen Kolben durch Erwärmen und Abkühlen von Wasserdampf in Bewegung versetzte. Weiterführende Impulse erhielt der Maschinenbau im 19. Jahrhundert aus dem Bauingenieurwesen, speziell aus dem Stahlbau. Im 20. Jahrhundert wurde der Maschinenbau um den Fahrzeugbau erweitert, dessen Wurzel neben dem Schiffsbau auch in der Eisenbahn liegt.

Literatur

  • Grote, Karl-Heinrich, Feldhusen, Jörg (Hgg.): Dubbel, Taschenbuch für den Maschinenbau, Springer-Verlag, 21. Auflage, ISBN 3-540-22142-5
  • Czichos, Horst (Hg.), Hütte, Die Grundlagen der Ingenieurwissenschaften, Springer-Verlag, 30. neu bearbeitete und erweiterte Auflage, ISBN 3-540-58740-3

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