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Imperialismus

Artikel #744, »Imperialismus«, geschrieben von: K. Bleuer(Red.) (99 %) et al.

Imperialismus (lat. imperium, Reich), das Streben nach Erweiterung der polit. und wirtschaftl. Macht über die bestehenden Staatsgrenzen hinaus. Das Zeitalter des I. bzw. der klassische Imperialismus bezeichnet insb. die Zeit im ausgehenden 19. Jh., als viele europäische Staaten ihren Machtbereich auf Kolonien ausdehnten. Der I. führte im Endeffekt zu der komplexen internationalen Situation, die für den Ausbruch des 1. WKs verantwortlich war.

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Der Marxismus-Leninismus und andere auf den Marxismus basierende Theorien betrachten den I. als zwangsläufige Entwicklungsstufe des Kapitalismus.

Ursachen des Imperialismus

Der I. entstand aus dem Nationalimus heraus, der seinerseits in der Bildung der großen Nationalstaaten basierte. Völkisches Überlegenheitsdenken führte zu einem Sendungsbewusstsein, dem gemäß ein bestimmtes Volk oder eine Nation dazu "bestimmt" sei, die Welt zu führen und zu europäisieren. Reale macht- und wirtschaftspolitische Interessen wurden auf diese Weise legitimiert.

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