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Geschichte

Artikel #1211, »Geschichte«, geschrieben von: Ulrich Fuchs(Red.) (99 %) et al.

Gliederung

Geschichte ist von ihrem Ablauf her nur in Ausnahmefällen sprunghaft oder regional eindeutig eingrenzbar. Zur einfacheren Handhabung und gedankl. Strukturierung der Geschichtsabläufe werden i. d. R. Epochen gebildet, deren Grenzen an als aus heutiger Sicht einschneidenden Entwicklungen festgemacht werden, in vollem Bewusstsein, dass diese Grenzen stets schwammig sein müssen.

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Die Zeit vor einer verschriftlichten Geschichtsschreibung wird als Vorgeschichte bezeichnet, die Übergangszone, in der erste schriftl. Quellen verfügbar sind, als Frühgeschichte. Vor- und beginnende Frühgeschichte können für Europa und weite Teile Asiens grob nach dem 1836 von Christian Jürgensen Thomsen vorgestellten Dreiperiodensystem, das sich nach den auf uns gekommenen Hauptwerkstoffen richtet, in Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit unterteilt werden.

Die Geschichte i. e. S., die in Vorderasien und später in Europa - je nach Region - etwa zwischen 4000 v. Chr. und der Zeitenwende greifbar wird, wird, wie erstmals 1709 von Christoph Cellarius vorgeschlagen, für Europa und den Mittelmeerraum grob in Altertum (bzw. Antike), Mittelalter und Neuzeit geteilt, wobei zwischen Antike und Mittelalter eine breite Übergangszone, die Spätantike, existiert. Alle genannten Epochen werden jede für sich weiter untergliedert, es versteht sich auch, dass die Wechsel zwischen den Epochen in unterschiedlichen Regionen zu unterschiedl. Zeiten zu liegen kommen. Für Regionen außerhalb Europas wird zumindest die Geschichte i. e. S. (also beginnend bei der Frühgeschichte) nach gänzlich anderen Gesichtspunkten untergliedert.

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