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Biologie

Artikel #5590, »Biologie«, geschrieben von: Ulrich Fuchs(Red.) (52 %) , G. Schütte (47 %)

Biologie (griech.: βιός [ bios], Leben; λόγος [logos], Wort, Rede, Vernunft), die Wissenschaft von den Grundlagen des Lebens, den lebenden Organismen selbst, sowie ihren Beziehungen untereinander und zu ihren Lebensräumen.

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Fachrichtungen

Die Biologie interessiert sich für alle Phänomene, die Leben kennzeichnen. Sie untersucht diese auf verschiedenen Ebenen, beginnend bei biochem. Vorgängen in Zellen bis zum Zusammenwirken vieler Einzelorganismen in und mit ihren Lebensräumen. Die Fachrichtungen orientieren sich daher in erster Perspektive an diesem Detailgrad, mit dem das Leben betrachtet wird:

Biochemie und Molekularbiologie beschäftigen sich im Grenzbereich zur Chemie mit den Grundbausteinen des Lebens auf molekularer Ebene. Aus der Vielzahl der in der Biochemie betrachter Einzelphänomene seien als Beispiele genannt die Untersuchung der Kohlenhydrate als wichtigste Energieträger und ihrer Umsetzungsprozesse, sowie der Proteine als wichtigste funktionelle Bausteine in Organismen. Die Molekularbiologie konzentriert sich in erster Linie auf die Nucleinsäuren DNA und RNA als Träger der Erbinformation, deren Replikationsmechnismen sowie die Proteinbiosynthese.

Aufbau und Funktion einzelner Zellen sind Gegenstand der Zellularbiologie. Ganze Gewebe - also Zellverbände - untersucht die Histologie. Diese ist Teilgebiet der Anatomie, die den Aufbau ganzer Organismen im Blickfeld hat.

Die Physiologie bedient sich der Physik und der Chemie als Hilfswissenschaften, um die Funktionsweise lebender Organismen aufzuklären. Sie hat einige Überschneidungen mit den vorgenannten Fachrichtungen, betrachtet aber eher funktionale Komplexe (Atmung, Photosynthese etc.) in ihrer Gesamtheit.

Die Entwicklungsbiologie und die Embryologie beschreiben die Entwicklung eines einzelnen Lebewesens, während die Evolutionsbiologie dasselbe bei einer ganzen Gattung versucht. Die Taxonomie gliedert anhand morpholog. Merkmale, immer häufiger auch nach phylogenet. (entwicklungsgeschichtl.) Zusammengehörigkeit, die Vielfalt der Lebewesen in überschaubare Gruppen. Die Verhaltensbiologie hat das Verhalten der Menschen und Tiere zum Gegenstand, die Ökologie die Beziehungen der Lebewesen zur Umwelt.

In zweiter Perspektive können biologische Unterdisziplinen durch den Ausschnitt aus dem Reich der Lebewesen, mit dem sie sich beschäftigen, abgegrenzt werden, so z. B. die Zoologie mit Tieren, die Botanik mit Pflanzen. In diesem Sinne sind das Themengebiet der Mikrobiologie die Reiche der Pilze und Einzeller (Protisten), sowie die Domänen der Archaeen und Bakterien. Die nicht mehr den Lebewesen zugeordneten Viren werden im Rahmen der Molekularbiologie mit behandelt.

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