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Monitor

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Monitor, Bildschirm, Display, ein Gerät (bzw. eine entsprechende Baugruppe innerhalb eines umfangreicheren Gerätes), das durch Ansteuerung mit elektrischen Signalen dazu gebracht wird, ohne bewegl. Teile ein im Rahmen der Bauart beliebiges, flüchtiges, selbstleuchtendes Bild auf einer Fläche der Gerätes darzustellen.

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Zwei grundlegende Funktionsprinzipien von Monitoren sind zu unterscheiden. Das erste basiert auf der Anwendung einer Bildröhre, also einer Kathodenstrahlröhre, die einen gebündelten Elektronenstrahl erzeugt, der durch eine Ablenkvorrichtung geführt wird und dann auf eine luminiszierend beschichtete Glasplatte trifft. Durch entsprechende Steuerung der Ablenkvorrichtung kann der Strahl einen definierten Punkt der Bildschirmfläche zum Leuchten bringen, bei entsprechender Nachleuchtzeit und ggf. gezielte An- und Abschalten des Strahls lässt sich so ein Bild aufbauen. Typen dieser Bauart heißen entsprechend Röhrenbildschirme. Das zweite Prinzip beruht darauf, dass auf der Bildschirmfläche selbst einzeln ansteuerbare, selbstleuchtende bzw. in ihrer Lichtdurchlässigkeit veränderbare Elemente angeordet sind, die durch eine elektron. Schaltung angesteuert werden. Die bauartbedingt mögliche Verminderung der Tiefe solcher Geräte hat zur allgemeinen Bezeichnung Flachbildschirm geführt; für die Realisierung der notwendigen Leuchtelemente stehen unterschiedl. Prinzipien zur Verfügung, das derzeit wichtigste Verfahren basiert auf **Flüssigkristallen, die durch eine Matrix aus Dünnschichttransistoren kontrolliert werden (LCD/TFT-Technik).

Moderne Bildschirme sind ausschließlich Rasterbildschirme. Das Bild wird aus einzelnen, in einer Matrix angeordneten Bildpunkten, sogenannten Pixeln aufgebaut, die einzeln angesteuert werden können. Bei einem Flachbildschirm geschieht dies durch die jedem Pixel zugeordnete elektron. Schaltung, bei einem Röhrenbildschirm durch einen Elektronenstrahl, der die gesamte Pixelfläche zeilenweise von oben nach unten überstreift und abgeschaltet wird, wenn er dabei auf ein dunkel zu lassendes Pixel »zielt«. Daneben steht die Technologie der Vektorbildschirme, einer Ansteuervariante von Röhrenbildschirmen, bei denen der Elektronenstrahl nicht zeilenweise geführt wird, sondern die darzustellende Grafik direkt auf der Bildschirmoberfläche »abfährt«. Bei einem Rasterbildschirm erscheinen schräg verlaufende Linien bei entsprechender Vergrößerung »getreppt«, bei einem Vektorbildschirm entsteht tatsächl. eine Linie; durch die heute mögl. Auflösung der Rasterbildschirme wiegt dieser Vorteil der Vektorbildschirme die Nachteile (komplexe Ansteuerung, Einfarbigkeit) nicht mehr auf, weswegen Vektorbildschirme heute nicht mehr hergestellt werden.

Die Anzahl der Pixel, die ein Bildschirm in horizontaler wie vertikaler Richtung anzusteuern vermag, definieren die Bildqualität: Je mehr Pixel je Flächeneinheit vorhanden sind, um so feiner aufgelöst kann ein Bild auf dieser Fläche dargestellt werden. Zu unterscheiden ist dabei zwischen physischen Pixeln und logischen Pixeln. Logische Pixel sind solche, die über Software angesteuert werden und bspw. mit einer definierten Farbe versehen werden können. Ein logisches Pixel kann durch mehrere physische realisiert sein, häufig drei, je eines für die Farbanteile rot, grün und blau.

Wichtige Kennzahlen von Monitoren sind einerseits das Bildseitenverhältnis, also das Verhältnis von Breite zu Höhe der Bildfläche, das die Form beschreibt, die Länge der Bildschirmdiagonale, die die Größe der Darstellungsfläche angibt, sowie die Anzahl der logischen Pixel in horizontaler und vertikaler Richtung, die einerseits die insgesamt auf der Bilschirmfläche darstellbaren Einzelheiten, andererseits die Feinheit der Auflösung (Anzahl Pixel je Fläche) definieren.

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